Stefan Mücke
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Stefan Mücke reist als Meisterschaftsführender zum Saisonhighlight in Le Mans

• Ford Chip Ganassi Racing-Pilot Stefan Mücke bereits zum zwölften Mal bei den 24 Stunden von Le Mans am Start • Stark besetztes Fahrerfeld mit 30 GT-Boliden kämpft an der Sarthe um den Klassensieg • Stefan: "Wir wollen Frankreich so verlassen, wie wir angekommen sind: Als Meisterschaftsführende."

Kommendes Wochenende ist es soweit: Mit den 24 Stunden von Le Mans steht der Langstreckenklassiker schlechthin auf dem Programm. Das Rennen an der Sarthe, das im Rahmen der FIA World Endurance Championship ausgetragen wird, lockt jedes Jahr die besten Sportwagen-Piloten der Welt. Mittendrin Stefan Mücke, der dieses Jahr zum zwölften Mal bei den 24h Le Mans an den Start gehen wird. Das eingespielte Team mit Mücke, Olivier Pla und Billy Johnson reist als Führender in der LM GTE Pro-Klasse an die Sarthe. Für das Rennen sind allein 30 GT-Boliden gemeldet, darunter starke Konkurrenz von Ferrari oder Porsche, die mit den vier von Ford Chip Ganassi Racing eingesetzten Ford GT um den Sieg kämpfen werden.

Mücke zählt als Le Mans-Experte. 2007 debütierte der Berliner auf dem 13,629 Kilometer langen Kurs. Bis 2011 ging der Ford-Werksfahrer in der LMP1-Klasse an den Start und verpasste im Jahr 2009 mit Rang vier das Podium nur knapp. 2012 wechselte Mücke in die GTE Pro-Klasse und fuhr dort in den ersten zwei Jahren aufs Siegertreppchen. Vergangenes Jahr lief es für den Berliner nicht nach Plan. Technische Probleme beendeten die Siegambitionen des Ford GT #66. Nach einem Schaden an der hinteren Radaufhängung kurz nach Mitternacht war ein längerer Reparatur-Stopp vonnöten. Durch die dort verlorene Zeit war unter dem Strich Rang zehn in der LM GTE Pro-Klasse das bestmögliche Ergebnis.

2018 soll alles anders laufen. Der Verlauf eines Langstreckenrennens ist bekanntlich unvorhersehbar. Doch die Voraussetzungen für eine Top-Platzierung sind in dieser Saison besser denn je. Beim Auftakt im belgischen Spa-Francorchamps holten Mücke und seine Teamkollegen den Sieg. Mit Stolz geschwellter Brust und nach einem positiven Test in Le Mans stellen sich der Berliner und sein Team Ford Chip Ganassi Racing nun dem Mythos Le Mans. Nach den Qualifyings am Mittwoch und Donnerstag startet das Rennen am Samstag um 15 Uhr. Eurosport überträgt das Rennen live im Fernsehen. Alternativ kann man den 24 Stunden von Le Mans auch über die Website oder Smartphone-App der FIA World Endurance Championship folgen.

Drei Fragen an Stefan Mücke

Stefan, du gehst 2018 bereits zum zwölften Mal bei den 24h Le Mans an den Start...

Ja, und es ist immer wieder ein unglaubliches Gefühl. Die Anreise allein ist einzigartig. Wenn man sich der Strecke nähert, spürt man die Magie, die sie ausstrahlt. Das ist unglaublich, jedes Jahr aufs Neue. Davon abgesehen profitiere ich von der Erfahrung, die sich über die bisherigen elf Jahre angesammelt hat. Zudem sind Olivier, Billy und ich ein eingeschweißtes Team und mit den Ford Chip Ganassi Racing-Ingenieuren und -Mechanikern haben wir top Leute hinter uns stehen.

Du reist als Meisterschaftsführender an die Sarthe. Ist das Fluch oder eher Segen?
Es ist zweifellos eher Segen als Fluch. Denn wir haben beim Saisonauftakt in Spa-Francorchamps gezeigt, dass wir gewinnen können, wenn wir ein reibungsloses Wochenende haben. Das ist Balsam für die Seele. Entsprechend hochmotiviert gehen wir das Saisonhighlight an. Klar steht man als Meisterschaftsführender immer unter Druck und ich kann jetzt schon den Atem unserer Verfolger spüren. Der Sieg in Spa war auch eine Belohnung für die gesamte Mannschaft, die jede Saison und bei jedem Rennen einen hervorragenden Job abliefert. Wir sind gut aufgestellt und ich sehe keinen Grund, weshalb wir nicht um den Klassensieg mitfahren sollten.

Ihr hattet vor wenigen Tagen einen Test auf der Strecke. Wo steht ihr im direkten Vergleich zur Konkurrenz?
Nach dem Test ist es schwierig zu sagen, wo genau wir stehen. Da spielen verschiedene Faktoren mit hinein, wie beispielsweise Anpassungen der BoP (Balance of Performance). Grundsätzlich fühlt sich der Ford GT auf der anspruchsvollen Strecke sehr gut an. Eine erste richtige Einschätzung wird man wohl erst nach den Qualifyings treffen können. Für uns ist der Sieg natürlich das Ziel. Aber in Hinblick auf die Meisterschaft müssen wir zunächst zusehen, die 24 Stunden heil zu überstehen. Wir wollen Frankreich schließlich so verlassen, wie wir angekommen sind: Als Meisterschaftsführende.

Fotos: Ford Chip Ganassi Team UK